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Re: San Francisco

Posted: Thu Nov 13, 2008 11:21 pm
by Zitrusfrucht
Überrascht blickt der Shi die Deckel an, streicht sie allerdings schließlich ein und gibt Spider die 20 Packungen.

"Doch, Energiezellen habe ich - 100 Deckel pro Stück", antwortet der Shi ....

Re: San Francisco

Posted: Thu Nov 13, 2008 11:22 pm
by Ye ol' Dinkley McD0nk
Saint schaut zu Jay  und hebt mit einer schwachen Geste die Hand.
"Jay, Nini gehört zu ihnen. Ich hab schon klar gestellt was passiert ist." brummt er finster bevor er wieder in Schweigen verfällt

Re: San Francisco

Posted: Thu Nov 13, 2008 11:26 pm
by Urlag
Siggi schaut in seinen Geldbeutel, "Potztausend! ... ich hab ganz vergessen, ich wurde ja überfallen... verdammt!" sagt er zwar leise, aber doch für alle hörbar...

"hmm, tut mir leid, so sehr ich eine bräuchte, das gibt mein aktuelles Budget nicht her" sag er anschließend zu dem Hädler.

-mist, ich brauch Kohle-

Re: San Francisco

Posted: Thu Nov 13, 2008 11:26 pm
by F0lem
Hastig schüttelt die Asiatin den Kopf. "Nein, es geht nicht um Geld." wiegelt sie ab und seufzt leise. Sie zögert, hadert mit sich selbst und überlegt, wie sie jetzt erklären soll, dass man sie sucht und höchstwahrscheinlich töten will - und dass die beiden und ihre Kinder potentiell ebenfalls in Gefahr sind. Sie entschließt sich, einfach ganz von vorne anzufangen und braucht auch hier eine Weile, bis sie einen guten Ansatzpunkt findet.

"Als ... damals, ... ihr wisst schon ... da musste ich hier weg. Mein Bruder ist auch abgehauen und ich hab es nicht ausgehalten, alleine Zuhause, das Geschäft, alles ... es war zuviel. Ich weiß, ich hätte es geschafft. Ihr hättet mir geholfen, alle hätten mir geholfen. Aber ich musste weg. Heute weiß ich, dass es mein größter Fehler war. Ich bin mit diesem verfluchten Caravan nach Norden und in einer dieser ... Städte gelandet. Ich wusste nicht, wo ich hingehen soll, war alleine und alles war so fremd. Diese Welt da draußen hätte mich fertig gemacht. Ich bin auf diese ... Leute getroffen, die dort ... irgendetwas gemacht haben und bin mit ihnen gegangen, weil ich keine Ahnung hatte, was ich sonst tun sollte." Sakaya stellt den Tee weg und fasst sich mit einer Hand an den Kopf, mit der anderen gestikuliert sie herum, um ihren Worten Nachdruck zu verleihen. Sie weiß, dass sie kein Verständnis für auch nur eine ihrer Taten erwarten kann, aber gewissermaßen tut sie das auch überhaupt nicht. Die Shi weiß selbst, dass so ziemlich alles, was sie dort draußen getan hat, falsch war.

"Ich ... hab schnell gemerkt, wie es außerhalb von San Francisco ist. Die Welt ist hart und kalt und kein Ort eignet sich für ein Leben, wie man es hier führen kann. Aber ich bin trotzdem mit diesen Leuten gegangen und habe mich ihnen angeschlossen. Die ganze lange Zeit habe ich mich dort draußen herumgetrieben und ... soviele Dinge getan, die ich bereue. Wenn ich könnte, dann würde ich alles rückgängig machen. Aber das geht leider nicht. In meiner unendlichen Dummheit war ich zufrieden mit meinem Leben. Dabei war ich nichts anderes, als ... als irgendeine Söldnerin ... alle diese Gerüchte, die man immer hört über das Leben außerhalb ... Es ist alles wahr. Ich habe San Francisco mehrmals besucht, war einige Tage hier ... aber ich habe mich vor euch versteckt, weil ich Angst hatte. Ich wollte nicht, dass ihr seht, was aus mir geworden war. Ich hatte mich immer weiter von all den Grundsätzen und Idealen hier entfernt ... ich konnte euch nicht unter die Augen treten. Und eigentlich kann ich das heute immernoch nicht. Ich weiß, dass ihr mir nicht verzeihen könnt, aber ..." Sie holt tief Luft und zögert einen Moment. "... das war ja erst der Anfang."

Die Shi schweigt lange. Würde sie das Essen wirklich ansehen, dann könnte sie inzwischen ziemlich genau bestimmten, was ihre Tante für Gewürze benutzt hat. Aber sie starrt schlicht weiter auf ihren Teller und hat trotzdem kein Bild vor Augen.

"Irgendwann habe ich einen dieser Caravans gesehen ... Frisco Caravans. Ich habe zusammen mit einigen ... Bekannten irgendwelchen ... keine Ahnung was es war, irgendwelchen unbedeutsamen, verfluchten Schrott in Los Angeles abgeliefert ... das ist eine Stadt weit südlich von hier. Dort habe ich dieses Logo zum ersten Mal gesehen und mich gewundert, was es damit auf sich hat. Was wohl irgendwelche Chinesen dort treiben würden ... Dieser ... 'Job' ..." ... Sakaya spuckt das Wort aus, als hätte sie irgendein ekelhaftes, fünfköpfiges, schleimiges, fein behaartes Insekt im Mund ... "... hat sich dann zu etwas viel größerem entwickelt ... etwas, was an all dem hier Schuld ist. Ich habe gedacht, wird würden etwas gutes tun. Man hat uns darum gebeten, dieses ... Zeug ... diese Droge von den Straßen zu holen. Ich habe wirklich geglaubt, es wäre richtig, das zu tun. Aber das war ein Fehler ... das war ein dummer Fehler. Ich habe zusammen mit diesen Leuten Ödlandpolizei gespielt und mich in etwas eingemischt, was mich nichts angeht. Es hat sich über viele Umwege herausgestellt, dass ... sie, dass shètuán irgendwie involviert ist ..."

Die Shi lässt ihre Worte lange wirken und setzt ein weiteres Mal an. Ihre Stimme ist schwach, leise und reuevoll, man kann die Angst vor der Gesellschaft ganz deutlich heraushören. "Ich habe versucht, diesen Leuten zu erklären, um was es sich dabei handelt, aber ich bin bloß auf taube Ohren gestoßen. Niemand wollte auf mich hören oder hat mir geglaubt ... mein Wort hatte kein Gewicht. Ich hätte gehen müssen, aber ich konnte nicht einfach ohne weiteres zurück nach San Francisco. Ich war auf diese Leute angewiesen, also musste ich mit ihnen gehen ... dabei habe ich mich mehrmals in ... schwierige Lagen gebracht." Sakaya schüttelt den Kopf, sie will ihre Verwandten nicht mit Details belästigen und beschränkt sich auf's wesentliche. "Ich ... oh Mann ... wir haben soviel unverzeihliches getan ... ich habe versucht, sie alle aufzuklären, aber ich habe versagt. Was passiert ist, war meine Schuld. Wir haben Mitglieder von shètuán getötet ... ich hielt ihre Ausweise in den Händen und habe immernoch eine der Waffen ... Und dann gab es diesen Mann im 'Hub'. Mr. Thiang hat vor allen Gästen und Angestellten in seinem Restaurant das Gesicht verloren, als wir ihn beschuldigt haben, an dieser Sache beteiligt zu sein ..." Kopfschüttelnd fasst sich Sakaya in's Gesicht. Sie hat über all das schon dutzende Male nachgedacht und kann trotzdem nicht glauben, was sie getan hat.

"Ich habe versucht, mich zu entschuldigen, aber ich weiß, dass ich damit im Unrecht war ... ich hätte die anderen besser aufklären müssen. Das alles ist meine Schuld. Jetzt werden wir gesucht und ich weiß nicht, was ich  tun soll ... ich ... Alle sind in San Francisco und wollen auf Konfrontationskurs mit shètuán gehen ... ich habe wieder versucht, ihren zu sagen, was das heißt, aber all diese Esel hören nicht. Ich habe ihnen alles erzählt, meine Geschichte, was hier passieren wird, wenn sie nicht nachgeben ... und es war ihnen egal."

Mit glasigem Blick guckt Sakaya ihren Tee an. "Ich habe Angst."

Re: San Francisco

Posted: Thu Nov 13, 2008 11:29 pm
by Tayika
Die junge Shi schaut Tayi fragend an, nickt dann aber. "Stimmt, die sagen uns bestimmt Bescheid. Magst du auch noch etwas trinken? Ich bring dir was mit.", meint sie dann lächelnd mit einem Nicken zur Essensausgabe.

Re: San Francisco

Posted: Thu Nov 13, 2008 11:29 pm
by Mafio
'Einfache Mathematik:    Waffentechniker braucht Geld  +   Ich hab Geld  =  Waffentechniker der in meiner Schuld steht =>  Waffentechnik für Spider?'  "Du kennst dich doch mit Waffen aus oder?" fragt er den Doc    während er  die Kippen in den Rucksack unterbringt und sich eine Schachtel gleich in die Hosentasche steckt.

Re: San Francisco

Posted: Thu Nov 13, 2008 11:30 pm
by Urlag
der Doc, der nicht gleich schnallt vorauf das hinauslaufen soll, etwas abgelenkt "Ähmmm, ja, schon?"

Re: San Francisco

Posted: Thu Nov 13, 2008 11:31 pm
by Molot
Jay überläuft ein kalter Schauer, der sich minimal auch in seinem Gesicht wiederspiegelt als er noch einmal an das Verhör zurückdenkt... Hat er doch gezeigt, dass man nur durch reden viel besser an Informationen kommt... Damals, nachdem das Verhör vorbei war... Bei seiner Aufzählung ist er absichtlich sachlich geblieben um nicht in Verlegenheit zu geraten. "Oh... Dann hab ich vorhin ja doch sie gesehen... Hatte Jade also recht... Ich war mir nicht so sicher..." flunkert er ein wenig mit betroffenem Blick...

Re: San Francisco

Posted: Thu Nov 13, 2008 11:33 pm
by Mafio
"Verstehe. Kannst du Schalldämpfer  oder anderes Zubehör für meine Kniften herstellen?"  fragt Spider knapp  und setzt den Rucksack wieder auf seinen Rücken...

Re: San Francisco

Posted: Thu Nov 13, 2008 11:36 pm
by FEV-Infizierter
Mazzawaken folgt stumm den Gesprächen, überfliegt kurz die kryptischen blätter die Jay ausgeteilt hat ohne daraus irgend etwas entnehmen zu können. Er blickt Jay an als er seinen letzten Satz zu Ende spricht. Er lügt doch oder? NINI sieht man oder man sieht sie nicht. Diese Frau ist nicht zu verwechseln... Er blickt Jay noch einige Augenblicke und wendet sich dann ganz leise an Vertigo. "Was stehen auf diese Blätter die Dchäj hat herumgereicht?"

Re: San Francisco

Posted: Thu Nov 13, 2008 11:37 pm
by Urlag
-hmm, ich hab noch genug Baumaterial, was ich erstmal nicht für mein Projekt benötige, immerhin könnte ich dann bald mit ersten Tests anfangen-
"Ja, ich denke das wäre kein Problem" antwortet ihm der Doc, der jetzt weis worauf Spider hinaus will...

Re: San Francisco

Posted: Thu Nov 13, 2008 11:39 pm
by Mafio
Spider krammt in seinem Deckel Beutel rum... "Gut, wieviel brauchst du?"

Re: San Francisco

Posted: Thu Nov 13, 2008 11:41 pm
by Zitrusfrucht
Gang seufzt und reibt sich zwischen dne Augen, kurz lacht er und denkt nach, eine unangenehme Stille entsteht ....

Schließlich legt Jiao Sakaya ihre Hände auf die Schultern.
"Hab keine Angst Sakaya, irgendwie lässt sich das wieder in Ordnung bringen .... "

Gang seufzt und starrt die Decke an.
"Oh weh, oh weh .... Mädchen, was hast du dir eingebrockt? .... Hier ist viel passiert in den letzten Monaten." Gang räuspert sich, blickt nach links und rechts und rückt dann wieder näher an Sakaya.
"Hör zu, erzähl niemanden darüber, erst Recht nicht deinen 'Freunden', aber es gibt Gerüchte, das er gestorben ist - oder im Sterben liegt. Und das deshalb dieses Caravanunternehmen gegründet wurde, es scheint so als würden .... sie sich streiten." Misstrauisch blickt er wieder nach links und rechts, erwartet jeden Augenblick einen Schuss oder ein Messer.


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"Ja, bring was mit", meint Nini, "und vielleicht etwas von diesen Honiggebackenen Dingsbums."

Re: San Francisco

Posted: Thu Nov 13, 2008 11:42 pm
by Urlag
-tja, gute Frage... normalerweise würde ja eine reichen, aber ich denke diese hier werden nichtmehr die volle Leistung bringen, also zwei -

"Drei" antwortet der Doc

Re: San Francisco

Posted: Thu Nov 13, 2008 11:44 pm
by Cando Garon
Vertigo wendet sich an ihren Gefährten und erwidert ihm leise: "Wenn ich das richtig verstanden habe, dann geht es um dieses ominöse Dreamfly-Drogenprojekt, die daran beteiligten Parteien, ein gewisser Randolph aus dem Hub und die die Shi aus Frisco, die einen Streit mit New Reno haben. Unter diesen scheinen ein ganzer Haufen lokaler Gangs zu stehen, die aber alle mehr oder weniger freie Hand zu haben scheinen. Auf jeden Fall scheinen jetzt, da der Hub mehr oder weniger von den anderen überprüft wurde, alle Fäden nach San Francisco zu laufen!" versucht sie sich kurz zu fassen.

Re: San Francisco

Posted: Thu Nov 13, 2008 11:46 pm
by Mafio
Spider zählt 300 Deckel ab und legt sie auf den Tresen.    "3 Energiezellen."  bestellt Spider....    Es muss ohnehin schon ein komisches Bild für Leng abgeben  das  der Junge  dem  20 Jahre älteren Wissenschaftler  Geld leiht.

Re: San Francisco

Posted: Thu Nov 13, 2008 11:51 pm
by FEV-Infizierter
"Ah!?" Mazzawaken nickt und scheint zu überlegen.

Re: San Francisco

Posted: Thu Nov 13, 2008 11:52 pm
by Tayika
Tayi nickt und geht dann zur Ausgabe. Sie holt für sich noch eine Nuka-Cola und für Nini honiggebackene Bananen. "Bitte. Und guten Appetit." Sie öffnet ihre Cola dann und prostet Nini zu. Dann trinkt sie was.

Re: San Francisco

Posted: Thu Nov 13, 2008 11:53 pm
by F0lem
Sakaya blickt etwas irritiert zu ihrem Onkel, als dieser leise auflacht. Sie weiß, dass viele Leute hier das selbst nach solchen Nachrichten tun, ganz einfach, um die Situation aufzulockern und sich ihren Schmerz nicht anmerken zu lassen. Ihr war jedoch noch nie danach, zu lachen, wenn es ihr schlecht geht. "Es tut mir Leid." wiederholt sie und hebt jetzt langsam den Kopf, sieht die beiden schuldbewusst an. Sie hat gehört, was ihr Onkel sagt, weiß das aber nicht einzuordnen. "Was soll ich jetzt tun?" fragt sie leise. "Ich kann nicht einfach drauflos leben und hoffen, dass nichts passiert."

Re: San Francisco

Posted: Fri Nov 14, 2008 12:00 am
by Cerebro
<Und sag bitte nie wieder, dass du das nicht verdient hättest. Hörst du. Du bist ein guter Mensch, so etwas spüre ich.>, hallt es in Jade's Kopf wieder. Sie glaubt es nicht von sich, ist aber dennoch glücklich es aus dem Mund eines anderen zu hören. Sie blinzelt und als sie die Augen wieder aufschlägt, bahnt sich eine Träne ihre Wange hinab. Jade legt den Kopf etwas quer und wischt sie mit dem Zeigefinger der rechten Hand aus dem Gesicht. Sie schnieft fast unmerklich mit der Nase und muss dann kichern.

"Jetzt sieh, was du angerichtet hast!", rüffelt sie den Dieb im Spaß. "Schon wieder diese Flennerei..."

Jade bringt sich rasch wieder unter Kontrolle. Sigwald ist mittlerweile gegangen und sie ist froh darüber. Diese Angelegenheit gehörte unter vier Augen geklärt. In all dem Durcheinander in ihrem Inneren hat sie mitbekommen, dass er mit dem Jungen fortgegangen ist, der ihr so bekannt vorkommt. Nini und das andere Mädchen müssen noch in ihrem Rücken sitzen, aber das ist ihr egal. Für den Moment kreisen ihre Gedanken um andere Dinge.

"Ich weiß nicht, warum du mir helfen möchtest, aber ich freue mich... Jay hat mir das gleiche angeboten und ich bin so glücklich, dass ich mich nicht zwischen ihm und meiner Vergangenheit entscheiden muss. Ich werde diese Sache zu Ende bringen. Ich will die Mörder meines Vaters finden. Egal was er getan hat... ich... er war ein guter Mensch! Besser als ich je hoffen könnte zu sein. Besser als wir alle zusammen. Aber du solltest wissen, dass du das nicht tun musst. Du bist mir nichts schuldig und hast deine eigene Bürde zu tragen.

Ich weiß nicht, wie es nach Frisco weitergeht. Ich möchte bei Jay bleiben und er wird sicher zurück zum Café wollen. Aber... wenn ich bereit bin... wenn ich genug weiß... dann werde ich meinen Weg gehen. Ich hoffe sehr, dass Jay mit mir kommen wird, aber wenn du es wirklich möchtest, dann bist du mir ebenfalls ein willkommender Begleiter. Ich werde diesen Tag nicht vergessen, Jeff. Wenn ich dir bei deiner Rache eine Hilfe sein kann, dann zähle auf mich, denn ich werde da sein."


Sie lächelt ihn an. Ein warmes Lächeln gespickt mit Bedauern über das Vergangene. Sie wird sich nicht ändern können - nicht von heute auf morgen. Aber jeder Mensch, der neben ihr steht, lässt das Dunkle in ihr zurückweichen.

"Lass uns ein weiteres Mal von vorne anfangen. Nicht als Kollegen wider Willen oder zwei Menschen, die einen Waffenstillstand ausgehandelt haben... sondern als Freunde."