Re: Vault Talk 4000
Posted: Mon Feb 01, 2010 10:18 pm
Tschätt ist mal wieder nicht nutzbar - ein Zeichen wieder was für die Prüfung zu tun? 
Garnicht, siehse ich antworte dir, aber wie komsmt du darauf?Mr.Wolna wrote: Hm, irgendwie werde ich in letzter Zeit hier nur noch ignoriert.^^
Mehr wollte ich auch nicht ausdrücken, als ich Hammer schreib.Ist aber sehr unterhaltsam.
Kenn ich nicht und was der Bauer nicht kennt isst er auch nicht!Mr.Wolna wrote: Weil heute jeder meiner Beiträge irgendwie ins leere läuft. ^^
btw: Gesetz der Rache ist ein Hammer Film.
Was ist das den für ein Buch?Mr.Wolna wrote: Alter grad (notgedrungen^^) die ersten 5 Seiten von NOIR gelesen. Alter das Buch haut vom Anfang an rein, und überrollt wohl denjenigen mit schwachen Nerven. Der Protagonist ist mir zu 1000 Prozent sympathisch. Und soweit man es nach 5 Seiten sagen kann, werde das ein paar schöne Tage mit den Buch.
Ich werde noch dazu ein Review für die HP schreiben, wenn ich erstmal durch bin.
Ich konnte es einfach nicht lassen und habe mir die Zeit genommen, die ersten 2 Seiten abzutippen, ein absolut epischer Text. was für ein Anfang.Ich nehme gerade einen tiefen Zug von dem Joint, als das Geräusch erneut zu hören ist.
Überrascht drehen wir uns zu der Böschung um, von der das Rauen kommt. Nach einigen Sekunden folgt ein Gurgeln, ein feucht klingender Seufzer. Der andere schaut mich an, ich weiß, was er denkt: Hinter diesem Hügel sind zwei Spaßvögel, die das kühle Gras und die tiefe Nacht nutzen, um eine Nummer zu schieben. Ich stelle mein Glas ab, kichere und drücke ihm den Stummel in die Hand. Auf allen Vieren kriechen wir den kleinen Hügel hoch. Da unten ist wirklich eine Venus. Nackt. Sie ist mit einem Draht an einem Baum aufgehängt, ihre Füße schaukeln zehn Zentimeter über dem Boden, der schwarz ist. Schwarz vor Blut. Der Körper ist aufgeschlitzt, und die Eingeweide quellen aus ihrem Bauch heraus. Sie verströmt eine unerträgliche Pestilenz, den Gestank des menschlichen Inneren, den Gestank des Fleischs. Ich kenne diesen Geruch, ich habe ihn bei meinem Aufenthalt in einer Reanimationsabteilung erlebt, Nachspiel einer Verfolgungsjagd in volltrunkenem Zustand. Weil ich Wiederholungstäter war, kassierte ich sechs Monate gemeinnützige Arbeit, die mich, laut Eurer Ehren, wieder zu einem verantwortungsvollen Bürger machen sollten. Sechs Monate musste ich die Schüsseln im Vorzimmer des Jenseits leeren, eine Art Boudoir, in dem man verkabelt und durchgecheckt wie eine startklare Ariane auf das Ende des Countdowns wartet, danach Abflug zu Petrus (oder Paulus oder Jakob, das nehmen die nicht mehr so genau). Ein junger Arzt aus Luxemburg hatte mir vorgeschlagen, bei der Autopsie eines armen Wichts dabei zu sein, der an seinem Kompott erstickt war. Das war mein erstes Zusammentreffen mit dem toten Fleisch und seinem Geruch. Es hatte nichts mit einer langsamen Gewöhnung zu tun, nein: Das war die geballte Ladung. der Tod von außen, der Tod von innen, ja, sogar von den einzelnen Stücken des Inneren aus betrachtet. Die junge Frau vor mir ist jedenfalls tot, daran besteht kein Zweifel. der Draht hat ihr die Kehle bis auf die Wirbel eingeschnitten, ihr rechtes Auge ist ausgestochen. gebannt beobachte ich ihr Pendeln. Ich spüre meinen Körper nicht mehr. Der andere übergibt sich im Stehen, dann erneut auf Knien und schließlich nochmals, hustend auf allen Vieren, bis sein Magen nur noch schmerzhafte Spasmen hervorbringt, ein gelblicher Gallefaden verbindet ihn mit dem Boden. In diesem Augenblick bin ich nur noch kalter Geist in einem Körper aus Stein. Ruhe kehrt ein. Alles erstarrt. In der Ferne unterscheide ich jede Straßenlaterne der Stadt. Ich weiß um jeden Ast in dem Baum, und auf jedem Ast um jedes der Blätter, die unzählige Raupen im Zeitlupentempo fressen. Ich sehe an dem Körper jede Wunde, jeden Stich, die seltsame Form, die der zerschmetterte Schädel angenommen hat; ich fühle, wie sich die Wärme der Leiche gleich einem Schwarm Nachtfalter in der Luft verflüchtigt. Ich erkenne sie. Es ist die junge Frau aus der Bar, die Barfuß herumlief. Später sitze ich im Gras. Über mir ritzt die Morgendämmerung mit einem Schwarm rosa Wolken den Himmel auf. Neben mir bemüht sich ein Mann, mich wieder in die Realität zurückzuholen. Ich weiß nicht, wie lange ich hier wie erstarrt saß, versunken in der Betrachtung es Baums und der daran aufgehängten Frucht, das Bewusstsein gänzlich ausgelöscht in diesem Bild. Das Loch 18 wird lange Zeit nicht mehr gespielt werden können.
Also ehrlich, selten ein Buch gelesen das gleich so geil und von Anfang an reinhaut.. In diesem Augenblick bin ich nur noch kalter Geist in einem Körper aus Stein. Ruhe kehrt ein. Alles erstarrt. In der Ferne unterscheide ich jede Straßenlaterne der Stadt. Ich weiß um jeden Ast in dem Baum, und auf jedem Ast um jedes der Blätter, die unzählige Raupen im Zeitlupentempo fressen. Ich sehe an dem Körper jede Wunde, jeden Stich, die seltsame Form, die der zerschmetterte Schädel angenommen hat; ich fühle, wie sich die Wärme der Leiche gleich einem Schwarm Nachtfalter in der Luft verflüchtigt. Ich erkenne sie. Es ist die junge Frau aus der Bar,
Ich fand ja das cooler.F0lem wrote:
:>